Aber jetzt …

eingetragen in: Allgemein 0

Liebe Fans & Freunde,

Still war es um Burning Chase in den letzten Jahren. Heute erzählen wir euch kurz, warum, und wie es weitergeht. Und vorweg das Wichtigste: Es geht weiter, mit voller Lautstärke!

Lange Blogeinträge sind vielleicht nicht mehr zeitgemäß, aber was soll’s. Wir selbst lesen auch gern, was sich hinter den Kulissen bei anderen Bands tut, also teilen wir unsere Geschichte lieber ausführlicher, statt nur ab und zu ein Häppchen gute Laune zu posten.

2019 war für uns ein fantastisches Jahr: zwei Songs veröffentlicht, tolle Auftritte gespielt – und das Highlight schlechthin: beim 88.6 Bandwettbewerb ins Finale eingezogen und dort den großartigen 2. Platz geholt.

Dann kam Corona …

… und hat uns völlig den Wind aus den Segeln genommen. Keine Auftritte, Proben nur eingeschränkt möglich. Parallel haben wir unsere Proberaum-Kollegen verloren und als Hauptmieter die volle Last getragen. Obendrein machte eine Mietpartei im Haus Stimmung gegen uns wegen angeblicher Lautstärke. Später stellte sich heraus, dass es gar nicht an uns lag (in dem Haus wohnen viele Musiker).

Aber egal. Aus Zitronen Limonade zu machen ist schließlich unser Ding: Wir haben den Raum umgebaut, und besser isoliert, Die Akustik ist heute top, also hat sich der Aufwand wenigstens gelohnt.

Dann beschloss Sigi, unser Drummer, ein halbes Jahr Sabbatical zu machen und den Pacific Crest Trail in den USA zu wandern. Kein Problem. Zitronen → Limonade: unsere Spezialität. Vor seiner Abreise haben wir Tracks eingespielt, die wir während seiner Abwesenheit fertig produzieren wollten. Doch unser Produzent hat uns ständig vertröstet, und am Ende ging’s viel langsamer voran als geplant. Job, Familie, Alltag taten ihr Übriges.

Als Sigi längst zurück war, hatten wir weder fertige Aufnahmen noch neue Gigs. Die Luft war draußen, die Motivation im Keller. Nach einer Zeit des Herumtümpelns,hat Sigi uns eröffnet, dass er die Band verlassen will, weil ihm das Musik machen (zumindest zu diesem Zeitpunkt) keine Freude mehr gemacht hat. Also haben wir uns getrennt. Im Guten und ohne Streit oder Drama. Aber für die Band war das natürlich ein schwerer Schlag: Wer ihn live erlebt hat, weiß, was für ein herausragender Schlagzeuger er ist und wie sehr er unseren Sound geprägt hat.

Es folgte die gefürchtete Phase der Schlagzeuger-Suche. Musiker*innen unter euch wissen: Schlagzeuger sind selten, gute Schlagzeuger noch seltener. Und gute Schlagzeuger, die menschlich, musikalisch, handwerklich und geografisch passen sind praktisch die Nadel im Heuhaufen.

Wir haben Inserate geschaltet, Netzwerke angezapft, viele Leute eingeladen und unzählige Frösche geküsst. Ein-, zweimal sah es vielversprechend aus, doch der Funke sprang nie so richtig über. Nach über einem Jahr Suche waren wir nahe dran, das Handtuch zu werfen, bis Andy doch noch einen letzten Kandidaten in an der Angel hatte.

Und dann trat Mario in unseren Proberaum – und in unser Leben.

Um es männlich-unkitschig zu formulieren: Es passt! Endlich sind wir wieder komplett. Und nicht nur komplett, wir sind voller Energie, Optimismus und Tatendrang.

In kürzester Zeit sind wir zusammengewachsen, schreiben neue Songs und planen eifrig die nächsten Schritte.

Als Nächstes wollen wir endlich unsere bisher unveröffentlichten Tracks rausbringen. Dann ein paar Auftritte. Dann neue Songs. Einen fixen Zeitplan gibt es noch nicht (es dauert ja bekanntlich immer länger, als man möchte), aber seid gespannt:

Das ist der Beginn einer neuen Ära.